Weitere student-documentarys: Later Mehrere Studierende erzählen, wie sie sich die Zeit nach dem Studium vorstellen. Unterlegt werden die Aussagen mit Bildern aus den Wohnungen der Menschen (aber nicht den eigenen), während die Personen selbst unsichtbar bleiben. Es bleibt viel mehr Raum, die Aussagen für sich sprechen zu lassen, da es keine Bilder gibt die Stereotype erzeugen. Erst zum Schluss zeigen sich die Akteure, ohne etwas zu sagen und lassen den Rezipienten mit seinen Vorstellungen allein. Marie Schwarz gelang damit der interessanteste Film der student-documentarys. Sie wechselte von einer Filmschule zur Uni, um Soziologie studieren zu können, nahm die Interviews auf und schickte ihr Konzept an einen Wettbewerb, gewann diesen und wurde vom WDR bei der praktischen Umsetzung unterstützt. Leider brach der Film zu sehr mit vermeintlichen Sehgewohnheiten des Publikums, so dass er zuerst gar nicht gesendet werden sollte und letztendlich im Nachtprogramm landete. Wie Rolf Husmann (Moderator für das GIEFF) vom IWF bemerkte, sei es gerade interessant auch sozialwissenschaftliche Filme zu drehen, weil in der Soziologie hauptsächlich mit Fotos und in der Anthropologie mehr mit Filmen gearbeitet wird. Dem Stimme ich voll zu. Gerade weil die Soziologie auch viele filmisch interessante Themen beinhalten und diese Form wissenschaftlichen Arbeitens einiges zur Verständlichmachung eines Faches beitragen kann, welches sonst (nur) durch komplizierteste (oder umständlichste) Texgestaltung auffällt - und dass bei Themen die, die meisten Menschen interessieren. Temporary Sanity: The Skerrit Bwoy Story Vom Titel schon völligst begeistert freute ich mich besonderes auf Dan Bruuns Film (endlich auch mal mit Hompage *gg*) über die jamaikanische Dancehall-Kultur in New York. Der DJ und Familienvater Skerrit Bwoy tanzt so ziemlich alles was zwischen Crunk, Hannibal Lector und der 2 Live Crew (”Face down, ass up, that´s the way we like to fuck”) körperlich machbar ist, schreit, shoutet, toastet stärker ins Mic als MC Skibadee und bleibt bei allem gottesfürchtig. “And when I come to the lord an I say: Yo God, was that all good? And he says: No. Then you´re out for eternal” (in etwa) sagte er zum Thema, ob seine Show wirklich Show oder real ist und rechtfertigt damit sein Handeln (”That is just entertainment.”). Die Bilder sind dementsprechend bewegt (macnhmal jedoch zu ungewollte und unpassend) und sein Witz und sein Akzent machen den Film aus.
9 may 2008 25 results of this feed other results in this category